Zutaten
- 1,2 kg Rinderbraten (z. B. aus der Keule oder Schulter)
- 500 ml Rotweinessig
- 250 ml Wasser
- 2 Lorbeerblätter
- 6 Wacholderbeeren, leicht zerdrückt
- 6 Pfefferkörner
- 4 Nelken
- 1 TL Senfkörner
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Karotten, grob gewürfelt
- 2 Stangen Sellerie, in Stücken
- 2 EL Butterschmalz
- 1 EL Tomatenmark
- 330 ml Weißbier (z. B. Berliner Weisse oder Hefeweizen)
- 200 ml Rinderbrühe
- 100 ml Schlagsahne
- 2 EL Lebkuchengewürz oder 3 zerbröckelte Lebkuchen (ohne Glasur)
- 1 TL Zucker
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Für das Gemüse:
- 2 Karotten, in Scheiben
- 2 Zucchini, in Scheiben
- 1 Paprika (rot), in Streifen
- 1 Paprika (gelb), in Streifen
- 150 g Zuckerschoten
- 2 EL Butter
- Salz, Pfeffer und frischer Thymian zum Garnieren
Zubereitung
- Fleisch einlegen (2–3 Tage vorher): Rotweinessig, Wasser, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Nelken, Senfkörner sowie die Hälfte der gewürfelten Zwiebeln und Karotten in einem Topf aufkochen, dann vollständig abkühlen lassen. Den Rinderbraten in einen Gefrierbeutel oder eine Schüssel geben, die Marinade darübergießen und abgedeckt 2–3 Tage im Kühlschrank marinieren. Das Fleisch täglich wenden.
- Fleisch vorbereiten: Den Braten aus der Marinade nehmen, gut abtupfen und die Marinade durch ein Sieb gießen – die Flüssigkeit auffangen und beiseite stellen. Das Gemüse aus der Marinade ebenfalls beiseite legen.
- Anbraten: Butterschmalz in einem großen Schmortopf bei hoher Hitze erhitzen. Den Braten von allen Seiten kräftig goldbraun anbraten (ca. 3–4 Minuten pro Seite). Herausnehmen und beiseite stellen.
- Gemüse anschwitzen: Das restliche frische Gemüse (Zwiebeln, Karotten, Sellerie) im gleichen Topf bei mittlerer Hitze anschwitzen. Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, bis es leicht karamellisiert.
- Ablöschen und schmoren: Mit 200 ml der aufgefangenen Marinade ablöschen, das Weißbier und die Rinderbrühe dazugießen. Den Braten zurück in den Topf legen, Lebkuchengewürz oder zerbröckelte Lebkuchen sowie den Zucker hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles bei geschlossenem Deckel bei niedriger Hitze ca. 2,5 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist. Den Braten dabei gelegentlich wenden.
- Sauce zubereiten: Den Braten aus dem Topf nehmen und warm stellen. Die Schmorflüssigkeit durch ein Sieb passieren und den Fond in den Topf zurückgeben. Bei mittlerer Hitze auf ca. die Hälfte einkochen lassen, dann die Schlagsahne einrühren. Mit Salz, Pfeffer und ggf. einem Spritzer Essig abschmecken. Die Sauce sollte cremig-würzig und leicht süßlich-sauer sein.
- Gemüsebeilage: Butter in einer großen Pfanne schmelzen. Karotten zuerst ca. 4 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten, dann Zucchini, Paprikastreifen und Zuckerschoten hinzufügen. Alles weitere 4–5 Minuten bissfest garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Anrichten: Den Braten in gleichmäßige Scheiben schneiden und auf vorgewärmten tiefen Tellern anrichten. Das bunte Gemüse danebensetzen, die weiße Bier-Sauce großzügig über das Fleisch geben und mit frischen Thymianzweigen garnieren.
Nährwerte pro Portion
ca. 620 kcal · 52 g Eiweiß · 28 g Fett · 22 g Kohlenhydrate
Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten aktiv + 2,5 Stunden Schmorzeit + 2–3 Tage Marinierzeit · Schwierigkeit: mittel
Tipp: Je länger das Fleisch in der Marinade eingelegt wird, desto intensiver und charakteristischer wird das typische Sauerbraten-Aroma. Wer es etwas süßer mag, kann zusätzlich 2 EL Rübensirup in die Sauce einrühren – das rundet den Berliner Stil besonders authentisch ab. Als Beilage passen auch Thüringer Klöße oder Kartoffelknödel hervorragend.