Zutaten
- 800 g gekochte Kartoffeln vom Vortag (festkochend)
- 400 g gekochtes Rindfleisch oder Schweinebraten (Reste), in Streifen geschnitten
- 2 große Zwiebeln, in Ringe geschnitten
- 4 Eier
- 4 EL Butterschmalz oder Schweineschmalz
- 1 TL Majoran (getrocknet)
- 1 TL Kümmel (gemahlen)
- Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 2 EL frische Petersilie, fein gehackt
- Optional: 1 Prise Chiliflocken zum Garnieren
Zubereitung
- Die gekochten Kartoffeln vom Vortag in etwa 1 cm dicke Scheiben oder grobe Würfel schneiden.
- In einer großen, schweren Pfanne (am besten eine gusseiserne Pfanne) 3 EL Butterschmalz bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen.
- Die Zwiebelringe ins heiße Fett geben und unter gelegentlichem Rühren goldbraun und leicht karamellisiert anbraten (ca. 8–10 Minuten). Die Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
- Die Kartoffelscheiben in die Pfanne geben und bei hoher Hitze knusprig und goldbraun braten (ca. 10–12 Minuten). Dabei nicht zu oft wenden, damit sie eine schöne Kruste bekommen.
- Das Fleisch in Streifen zur Pfanne hinzufügen und kurz mitbraten, bis es leicht Farbe bekommt (ca. 3–4 Minuten).
- Die gebratenen Zwiebeln wieder in die Pfanne geben. Mit Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel und Paprikapulver kräftig würzen und alles gut vermengen. Nochmals kurz durchbraten, damit sich die Aromen verbinden.
- Das Gröstl auf vier vorgewärmte weiße Teller verteilen und im Ofen bei 80 °C warm halten.
- In einer separaten Pfanne den restlichen 1 EL Butterschmalz erhitzen und die vier Eier nacheinander oder gleichzeitig als Spiegelei braten – das Eigelb soll noch leicht flüssig bleiben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
- Jeweils ein Spiegelei auf das Gröstl setzen. Mit frisch gehackter Petersilie und optional einer Prise Chiliflocken garnieren und sofort servieren.
Nährwerte pro Portion
ca. 620 kcal · 38 g Eiweiß · 28 g Fett · 52 g Kohlenhydrate
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten · Schwierigkeit: einfach
Tipp: Das Geheimnis eines echten Tiroler Gröstls liegt in den Kartoffeln vom Vortag – frisch gekochte Kartoffeln sind zu weich und werden beim Braten matschig. Wer kein Restebraten zur Hand hat, kann das Fleisch durch kurz gebratene Speckwürfel ersetzen. Für extra Knusprigkeit die Kartoffeln in der Pfanne nur selten wenden und genug Hitze verwenden.